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Pasching-Chronik: Das Gestern ist bereits Geschichte!

In der heutigen schnellebigen Zeit entsteht trotz der medialen Möglichkeiten oft ein Dokumentationsschwund und es geht Wissen verloren das für künftige Forschungen wertvoll sein könnte. Deswegen entschloss sich die Gemeinde Pasching nachdem ein umfassendes Heimatbuch erschien, eine Weiterführung einer digitalen Chronik. Denn was heute passiert ist morgen bereits Geschichte.
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geschichte@pasching.at

9. Dezember 1831
Die Gemeinde Pasching wurde in einem Kataster („Franziszeische Kataster“) überaus genau erfasst und beschrieben, die landwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Erträge wurden penibel verzeichnet. In dem 1834 fertiggestellten „Transkription Katastral-Schätzungs-Elaborat“ hat sich auch die älteste umfassende Beschreibung von Pasching erhalten. Mit den Niederschriften wurde im Jahr 1823 begonnen, am 9. Dezember 1831 wurde es fertiggestellt und unterzeichnet.
1830
Benedikt Pillwein beschreibt den Ort im 3. Teil seiner Topografie von Oberösterreich 1830 folgendermaßen: „Pasching, ein Dorf mit 61 Häusern, 116 Wohnparteyen, 547 Einwohnern, 1 Stunde von Hörsching, 2 von Linz.“ Die Entfernung wurde damals nach der Gehzeit gemessen. Pasching damals noch ohne Wagram.
Mai 1811
Pasching und seine Umgebung wird von einer Pockenepidemie heimgesucht. Allein in Pasching starben 13 Kinder, die meisten von ihnen waren zwischen 1 und 5 Jahre alt.
13. März 1810
Der Hochzeitszug der österreichischen Prinzessin Marie Louise von Wien nach Paris, wo sie den französischen Kaiser Napoleon heiraten wird, führt auch durch Wagram. Auch viele Paschinger haben auf der Landstraße den Tross verfolgt.
Mai 1809
1805 und 1809 drang die französische Armee in das österreichische Kernland vor, im Mai 1809 war Pasching sogar Schauplatz des Rückzugs der österreichischen Armee, als Napoleons Truppen von Eferding über die Ochsenstraße vorrückten. Der österreichische General Schustekh wollte mit seinen Soldaten noch die Traun überqueren. Während viele dabei ertranken, weil das Wasser noch viel zu kalt war, wurde Schustekh in Pasching von den Franzosen gefangengenommen. Auch Feldmarschall Radetzky war mit seiner Armee von Lambach über die Welser Heide nach Kleinmünchen zurückgedrängt worden, am 3. Mai kam es hier zur überaus verlustreichen Schlacht in Ebelsberg, bei der 1000 Soldaten verbrannten, als die Franzosen den Ort anzündeten.
1785
Schaffung der Katastralgemeinden , aus denen sich später die heutigen Ortsgemeinden entwickelten.
1776
Pasching wird Teil des neu geschaffenen Kommissariats Traun, dessen Distrikt 20 Dörfer umfasst und in 3 Steuergemeinden unterteilt sind, nämlich Traun, Neubau und Pasching.
28. Juni 1755
Die Paschinger senden eine Bittschrift an Kaiserin Maria Theresia um Ersuchen „Pösching“ zu einer selbständigen Pfarre zu erheben und einen eigenen Seelsorger zu bestellen. Die kaiserliche Kammer in Wien hatte daraufhin Erhebungen angeordnet, die jedoch zu keinem Ergebnis führten.
29. Mai 1455
Erste Erwähnung der Paschinger Kirche schließlich in einem Lehenbrief des Königs Ladislaus, der für einen Anton Aczpekh ausgestellt wurde. Demnach bestand also spätestens im frühen 15. Jahrhundert bereits eine Kirche im Ort.