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Pasching-Chronik: Das Gestern ist bereits Geschichte!

In der heutigen schnellebigen Zeit entsteht trotz der medialen Möglichkeiten oft ein Dokumentationsschwund und es geht Wissen verloren das für künftige Forschungen wertvoll sein könnte. Deswegen entschloss sich die Gemeinde Pasching nachdem ein umfassendes Heimatbuch erschien, eine Weiterführung einer digitalen Chronik. Denn was heute passiert ist morgen bereits Geschichte.
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geschichte@pasching.at

24. Oktober 1882
Brand Heißengut (Pasching Nr. 35, Brückenstraße 2). Es verbrannten auch 20 Schweine. 13 Wehren aus der Umgebung unterstützten die Paschinger Feuerwehr, dennoch konnte das Heißengut nicht gerettet werden. jedoch gelang es, die umliegenden Gebäude vor dem Funkenflug zu bewahren. Da die meisten Häuser mit Stroh oder Schindeln gedeckt waren, musste das eigentliche Brandobjekt oft dem Feuer überlassen werden, während sich die eigentlichen Rettungsversuche danach richteten, die benachbarten Gebäude vor übergreifenden Flammen zu schützen. Außerdem standen nur sehr bescheidene Mittel für die Brandbekämpfung zur Verfügung.
9. Mai 1882
Um 16.30 Uhr begab sich eine unbekannte Person zum Schreinergut (Nr. 10), dem Anwesen des Bürgermeisters Johann Minichmayr, und legte Feuer beim Stadel. Durch den sturmartigen Wind hatte der Brand verheerende Auswirkungen. Sogleich griffen die Flammen auf den Schreinerhof und das benachbarte Bruckmayrgut (Nr. 8) und dessen Backhaus (Nr. 7) sowie auf die Häuser Nr. 56 und 54 über. Die Paschinger Feuerwehr versuchte den Brand zu löschen und nebenstehende Gebäude zu schützen, doch der heftige Wind trug die Glut in Richtung Osten weiter, sodass sie auf dem Strohdach des Pilsnergutes (Nr. 46) entflammte. Auch das dahinter liegende Haidlgut (Nr. 43) samt Überländ (Nebengebäude, Nr. 45) und Backhaus (Nr. 44) wurde von den Flammen angegriffen. Trotz der Unterstützung der Nachbarfeuerwehren aus Thening, Kirchberg, Leonding, Hörsching und Breitbrunn konnten auch das gegenüberliegende Kiliangut (Nr. 41) und das Saliergut (Nr. 42) samt Inhäusl (Nr. 59) nicht geschützt werden, die ebenso bereits in hohen Flammen standen. Somit brannte es an zwei Seiten des Dorfes, alle Bewohner waren auf den Beinen und kämpften gegen das Feuer. Zur Hilfeleistung trafen auch noch die Feuerwehr Traun samt den Fabriksfeuerwehren Feurstein und Enderlin sowie die Feuerwehren aus Oftering, Marchtrenk und Edramsberg ein. Schließlich eilten auch die Feuerwehren von Linz und Wels zu Hilfe. Doch bei der Gewalt des sturmartigen Windes und der intensiven Hitze, konnte auch der Einsatz von 14 Feuerwehren unmöglich die brennenden Objekte retten und so musste sich der Rettungseinsatz auf den Schutz der vom Feuer noch unberührten Häuser beschränken. Merkwürdigerweise übersprang das Feuer verschiedene Häuser und zündete an entfernterer Stelle, während mitten im Feuer strohbedeckte Häuser stehen blieben. Es hätte aber noch schlimmer kommen können, denn nach einem ausgiebigen Regen betrug der Wasserstand im Paschinger Wassergraben einen Meter, während der Graben zwei Tage zuvor noch ganz ausgetrocknet war. Es war also genug Löschwasser vorhanden. Von den 74 Häusern in Pasching waren bei diesem Großbrand 14 Gebäude betroffen – bei den meisten blieb der Hausstock größtenteils unversehrt, andere Objekte wurden durch den Brand total vernichtet. Zumindest konnte das Vieh überall noch rechtzeitig aus dem Stall gebracht werden. Manche Bauern waren gut versichert, das abgebrannte Bruckmayrgut und das Haidlgut konnten sogar in vergrößerter Form wiedererrichtet werden, während andere Häuser nicht mehr in der ursprünglichen Größe aufgebaut wurden. So wurde die Brandruine des Saliergutes verkauft und anstatt eines Hofes ein Wohnhaus errichtet.
22. Juli 1881
Ein Blitzschlag entzündete einen Brand am Ertlgut (Wagram 3).
Juni 1881
Beschluss des oberösterreichische Landesausschusses für die Eingliederung der Katastralgemeinde Wagram von der Gemeinde Traun zu Pasching.
1880
Nach der Volkszählung leben in Pasching (noch ohne Wagram) 1023 Personen.
22. Juni 1879
Durch fahrlässigen Umgang mit einem Streichholz entstand ein Brand am Kramhumergut in Wagram 13. Um halb 4 Uhr Nachmittags ertönte der Feueralarm. Am Brandplatz erschienen die Feuerwehren Traun, Hörsching, Pasching sowie die Trauner Fabriksfeuerwehren Gebrüder Enderlin und Feurstein.
18. November 1877
Im Gasthaus des Johann Ecker in Pasching Nr. 1 findet die erste Generalversammlung der neugegründeten Freiwilligen Feuerwehr Pasching statt. Zum ersten Kommandanten wurde der Protestant Johann Ecker bestimmt. Er stammte von einem Gasthaus in Kleinmünchen ab und hatte im März 1876 das Wirtshaus Pasching Nr. 1 mit dem dazugehörigen Fleischhauereibetrieb und später auch die gegenüberliegende Bäckerei erworben.
7. September 1876
Ein Blitzschlag löste am Pfanzaglgut (Wagram 4) der Besitzer Elisabeth und Josef Hörschinger einen Brand aus. Damals gehörte die Katastralgemeinde Wagram noch zur Gemeinde Traun. Josef Hörschinger war vom 10. Oktober 1873 bis zum 5. September 1876 Bürgermeister von Traun.
13. Juli 1873
Der Landwirt Johann Minichmayr vom Schreinergut (Pasching 10) wird für die nächsten 20 Jahre Bürgermeister von Pasching.
1. September 1859
Mit der Eröffnung der „k. k. privilegierten Kaiserin Elisabeth Bahn“ begann ein neues Zeitalter in Österreich. Der erste Abschnitt von Wien bis Linz wurde am 21. November 1858 eröffnet. Die zweite Teilstrecke Linz–Lambach (36,6 km) konnte bereits am 1. September 1859 in Betrieb genommen werden. Dieser Bahnabschnitt führt mit einer Länge von rund 2,5 km auch durch Pasching. Am 1. März 1860 folgten der 42,7 km lange Abschnitt Lambach–Frankenmarkt und fünf Monate später der 44,6 km lange Schlussteil Frankenmarkt–Salzburg.
1859
Mit der Errichtung der Kaiserin-Elisabeth-Bahn wurde der Streckenabschnitt Linz–Gmunden der Pferdeeisenbahn eingestellt und 1872 der restliche Abschnitt.
1. Mai 1855
Die Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden wird mit dem Streckenabschnitt Linz–Gmunden (67,9 km) auf Dampfbetrieb modernisiert. Ab 1. Mai 1855 wurde mit vier Lokomotiven der regelmäßige Verkehr Linz–Gmunden betrieben und diese hinterliesen ihre Dampspuren auch auf Paschinger Gemeindegebiet.
1. Jänner 1855
Der Landwirt Michael Pflug vom Gaumbergergut (Pasching 31) wird für die nächsten 18 Jahre erster Bürgermeister von Pasching.
1. Mai 1836
Im April 1832 wurde die Pferdeeisenbahn Budweis–Linz mit einer Strecke von132,1 km eröffnet, bereits zwei Jahre später wurde sie bis Gmunden weitergeführt. Die Strecke Linz–Gmunden von 67,9 km war am 1. Mai 1836 fertiggestellt. Somit war die Bahn mit einer Gesamtstrecke von 200 km die längste Eisenbahn auf dem europäischen Kontinent, sie war auch die erste Eisenbahn am europäischen Festland. 2,5 km der Trasse verliefen durch Langholzfeld und Wagram, parallel zur damaligen Poststraße.