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Pasching-Chronik: Das Gestern ist bereits Geschichte!

In der heutigen schnellebigen Zeit entsteht trotz der medialen Möglichkeiten oft ein Dokumentationsschwund und es geht Wissen verloren das für künftige Forschungen wertvoll sein könnte. Deswegen entschloss sich die Gemeinde Pasching nachdem ein umfassendes Heimatbuch erschien, eine Weiterführung einer digitalen Chronik. Denn was heute passiert ist morgen bereits Geschichte.
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geschichte@pasching.at

1. November 1894
Der Landwirt Michael Kirchmayr vom Heißengut (Pasching 35) wird für die nächsten 12 Jahre Bürgermeister von Pasching
17. Mai 1894
Am nachmittag ging ein kurzes, aber heftiges Gewitter über unsere Gegend nieder. Der Blitz entzündete das Randlgut (Wagram Nr. 17), Gemeinde Pasching. Das ganze Anwesen mit Ausnahme des Stadels und des Backhauses wurde ein Raub der Flammen. Mit lobenswertem Eifer hatten sich schnell die Feuerwehren von Traun (Gemeindefeuerwehr und Fabriksfeuerwehr Enderlin), Pasching, Hörsching, Thening, Leonding und Linz eingefunden. Leider ist auch zu verzeichnen, dass 3 Stück Rindvieh und 10 Schweine beim Brande umgekommen sind.Die Wasserbeschaffung bereitete einige Schwierigkeiten. So musste von der Hauslache eines oberhalb des Brandobjekts gelegenen Bauernhauses von dem unter Kommando des Obmannstellvertreters Konrad Rosenbauer ausgerückten Linzer Landtrain mit Unterlegung der Trauner Spritze eine 320 Meter langen Schlauchlinie gelegt werden. (Berichte aus dem Linzer Volksblatt)
26. März 1894
Gründung des Pfarrgründungsvereins Pasching für Spendensammlung für die wirtschaftliche Grundlagen für eine eigenständige Pfarre.
1894
Hörsching und Pasching schlossen sich zur Sanitätsgemeinschaft zusammen. Von der Gemeinde musste ein Sanitätsausschuss bestellt werden, aus diesen Mitgliedern wurde dann der Obmann der Sanitätsgemeinde Hörsching-Pasching gewählt. Zu den Aufgaben zählten unter anderem die Wahrnehmung der allgemeinen gesundheitlichen Interessen der Bevölkerung, die Anregung sanitärer Verbesserungen, die Erstattung von Sanitätsberichten an die politische Behörde, die Beantragung der Bestellung des erforderlichen Sanitätspersonals wie Arzt oder Hebamme und deren Finanzierung. Die letzten Ärzte in dieser Sanitätsgemeinschaft waren Dr. Ernst Pello und Dr. Otto Eglauer. Erst 1950 wurde Pasching eine eigenständige Sanitätsgemeinde.
13. August 1893
Nach dem Tod des amtierenden Bürgermeisters Minichmayr übernahm Gemeinderat und Landwirt Georg Aigner vom Hofjansengut (Pasching 3) bis zur Bürgermeisterwahl am 31. Oktober 1894 das Amt des Gemeindevorstehers.
1893
Der Landwirt Michael Kirchmayr vom Heißengut (Pasching 35) wird neuer Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Pasching.
7. Februar 1892
Am Sonntag um ca. 6 Uhr früh ein Brand in der Überländ (Kirchmayrlehen, Pasching Nr. 26, Macherfriedstraße 6) der Gutsbesitzer Leopold und Maria Kirchmayr aus. Die Hausbewohner, drei arme Inwohner, konnten nur ihr Leben retten. Nicht viel besser erging es den Korbflechter-Eheleuten Franz und Johanna Ploberger mit ihren sieben Kindern, die zwar noch einige Habseligkeiten aus dem Haus schaffen konnten, Kleider und Werkzeuge gingen jedoch im Feuer verloren.
Jänner 1891
Mit dem zweispurigen Bahnausbau der Kaiserin-Elisabeth-Bahn erhielt auch Pasching eine eigene Haltestelle. Wie an den Bahnhöfen entstanden auch an den Haltestellen mit der Zeit Restaurationen und Gasthäuser. Sie dienten als Labungsstelle und Übernachtungsmöglichkeit, in erster Linie aber als Warteraum für die Zugreisenden, die dort auch die Fahrkarten kaufen konnten. Die Gasthäuser, die also auch die Funktion von Bahnhöfen hatten, wurden unter genauen Vorgaben der Kaiserin-Elisabeth-Bahn-Gesellschaft im durchwegs gleichen Stil errichtet und an private Betreiber vergeben. In Pasching war es das Gasthaus „Zur Haltestelle“, es wurde Anfang 1891 errichtet, die ersten Besitzer waren Johann und Barbara Brunner. Das Gasthaus wurde auch „Bahnrestauration“ genannt und erhielt die Hausnummer 60.
26. August 1885
Brand am Finkenhäusl, Pasching Nr. 61 (heute Dörnbacherstr. 24).
2. April 1885
Um 4.30 Uhr brach in der Scheune des Bauern Stefan Kirchmayr vom Gaumbergergut (Pasching Nr. 31, Ruflinger Straße 1/3) Feuer aus, das bald auf das Backhaus (Nr. 30) übergriff und auch das Wohngebäude entzündete. Der Funkenflug erreichte auch das benachbarte Weiglgut (Nr. 34) des Michael Feitzlmayr und das Neuhausergut (Nr. 29) des Stephan Ploberger. Trotz des schnellen Einsatzes von neun Feuerwehren konnte keines der Gebäude gerettet werden. Einige Monate später, am 26. August 1885, brannte das benachbarte Finkenhaus (Nr. 61) von Theresia und Johann Mittermayr völlig ab.
16. Dezember 1884
Um 19.30 Uhr musste die Paschinger Feuerwehr zu einem Großbrand ausrücken, als in Wagram plötzlich das Knabenhumergut Nr. 13 in Flammen stand. Bei dem Einsatz konnte sich besonders der Obmann-Stellvertreter Michael Kirchmayr auszeichnen: Als das Haus bereits eine halbe Stunde lang brannte, brennende Trümmer herabfielen und Mauern einzustürzen drohten, lief er in den Stall und rettete daraus zwei Pferde und die meisten Schweine. Der Sachschaden war enorm: Das Haus blieb als Ruine zurück, sämtliche Futtervorräte, vier Wägen, ein Schwein und alle Hühner gingen im Feuer verloren. Der Gesamtschaden belief sich auf ungefähr 7000 Gulden, zum Glück war der Besitzer versichert.
27. Mai 1884
Kurz nach 3 Uhr Nachmittag brach im Backhaus des Kirchmairhofes ein Brand aus, als der fünfjährige Franz Hametner dort mit Zündhölzern spielte. Durch den herrschenden Wind griff das Feuer umgehend auf das Kirchmairgut (Nr. 5) und das Hanglgut (Nr. 4) sowie auf drei kleinere Bauerngüter über. Zum Glück wehte der Wind die Flammen und Funken auf die Seite, wo keine Häuser mehr standen, sodass der Brand in verhältnismäßig kurzer Zeit lokalisiert und so die Kirche und das nahestehende Wirtshaus gerettet werden konnten. Im ebenfalls vollständig niedergebrannten Tischlerhaus (Pasching Nr. 62) hielt sich der Mesner zu lange auf und konnte nur mehr durch das energische, mutige Vorgehen des Gendarmerie-Corporals Michael Füreder aus Linz in Sicherheit gebracht werden.
1. Januar 1884
Um 7 ¾ Uhr früh geriet das Groissenhaus Pasching Nr. 20 (heute Macherfriedstr. 5) in Brand, wodurch dieses Haus sowie das Kühzagllehner Pasching Nr. 21 (heute Macherfriedstr. 7) ein Raub der Flammen wurden. Den vereinigten Bemühungen der Feuerwehren von Pasching, Hörsching, Breitbrunn, Kirchberg, Leonding, Traun und Alkoven ist es gelungen, den Brand auf die beiden Objekte zu lokalisieren und ein größeres Unglück zu verhüten. 1. Januar 1884
September 1884
Gründung der Sängergesellschaft Pasching
8. November 1882
Der Ausschuss der Gemeinde Pasching hat in seiner Sitzung vom 8. November 1882 mit einhelligem Beschluss Karl Obermüllner (*1831†1898), k. k. Statthaltereirath und Bezirkshauptmann in Linz, in Anerkennung seines unermüdlichen Wirkens für das Wohl der Gemeinde und seiner jederzeit bereitwilligen Unterstützung derselben zum Ehrenbürger der Gemeinde Pasching ernannt. Er ist auch Ehrenbürger von Urfahr. 1957 wurde nach ihm dort ein Weg benannt.