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Pasching-Chronik: Das Gestern ist bereits Geschichte!

In der heutigen schnellebigen Zeit entsteht trotz der medialen Möglichkeiten oft ein Dokumentationsschwund und es geht Wissen verloren das für künftige Forschungen wertvoll sein könnte. Deswegen entschloss sich die Gemeinde Pasching nachdem ein umfassendes Heimatbuch erschien, eine Weiterführung einer digitalen Chronik. Denn was heute passiert ist morgen bereits Geschichte.
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geschichte@pasching.at

20. März 1921
Gründung des „Arbeiter-Radfahrerverein Pasching“ im Gasthaus „Zur Haltestelle“.
1. November 1920
Ein schwerer Sturm und Funkenflug aus einer Lokomotive waren der Auslöser eines Brandes am Bahnwächterhaus, Pasching Nr. 238. Dabei wurde die Wohnung des Wächters Aberl ziemlich beschädigt.
1. November 1920
Brand am Bahnwächterhaus Nr. 238 (Pasching Nr. 72, Mühlweg 3)
18. Mai 1920
Mit der Auflösung der Monarchie entstand die Befürchtung, der Geldverkehr könnte ins Stocken geraten, weshalb die Regierung die Genehmigung zur Ausgabe von Notgeld erließ. Die Gemeinde Pasching beschloss am 18. Mai 1920, Notgeld im Wert von 36.000 Kronen zu drucken, und zwar Scheine zu 30, 60 und 90 Heller. Bald waren die Scheine vergriffen und eine zweite Auflage musste gedruckt werden.
5. August 1919
Altbürgermeister Johann Lehner gegründete die „Feuerwehr-Musik-Kapelle Pasching“.
7. Juni 1919
Bei der konstituierenden Gemeindeausschusssitzung am 7. Juni 1919 wurde der Eisenbahner Stefan Niedermayr (Pasching 52) zum ersten sozialdemokratischen Bürgermeister gewählt, er wird das Amt für die nächsten 5 Jahre ausführen.
3. Mai 1919
Am Samstag ist der Stadel der Eheleute Stephan und Rosine Angerlehner (Baumgartnergut, Pasching Nr. 53), welcher nur 10 Schritte vom Hause entfernt stand, abgebrannt. Große Holzvorräte, sowie Stroh, Klee und Schlitten usw. fielen den Flammen zum Opfer. Die Wagen konnten geborgen werden. Am Brandplatze arbeitete wacker die freiwillige Feuerwehr Pasching unter dem Kommando des Feuerwehrhauptmannes Bürgermeister Johann Lehner. Mehrere Anwesen waren sehr gefährdet. Die Feuerwehren aus Thening, Kirchberg brauchten nicht mehr in Aktion zu treten. Der Schaden beträgt 40.000 bis 50.000 Kronen, dem nur eine geringe Versicherungssumme gegenübersteht. Der Besitzer wurde schon öfter durch Brandunglück schwer heimgesucht. Im Jahre 1902 brannte sein Anwesen in Pasching Nr. 15 (Oberhaus) vollständig nieder, im Oktober 1915 fiel sein Baumgartnergut mutmaßlich einer Brandlegung zum Opfer. Diesmal hat das Unglück ein unvorsichtiger Raucher verschuldet. (Bericht aus dem Linzer Volksblatt)
1. Mai 1919
In Pasching kam zwischen den Landarbeitern und den Bauerngutsbesitzern eine Vereinbarung zustande, welche die Löhne der landwirtschaftlichen Dienstboten festsetzt. Das Lohnkomitee der Landarbeiter bestand aus Vertretern der Sozialdemokraten, Christlichsozialen und Vertretern der Freiheits- und Ordnungspartei. Der bäuerliche Lohnkampf in Pasching war der erste, der nach modernen Methoden geführt wurde und in einem Kollektivvertrag endete.
13. März 1919
Nach dem Krieg konnten erstmals alle Bürger gleichberechtigt wählen, damit gingen auch die Frauen in Pasching erstmals zur Wahlurne. Bei den Gemeinderatswahl am 13. März 1919 konnte sich die Sozialdemokratische Partei in Pasching als neue politische Kraft behaupten. Pasching war also gegen den Landestrend nach dem Krieg eine „rote“ Gemeinde geworden.
1. Jänner 1919
Der Zusammenbruch der Monarchie im November 1918 bescherte Chaos, an vielen Orten kam es zu Plünderungen und Ausschreitungen. Um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen, setzte die Oberösterreichische Landesregierung die Gendarmerie als einzig verlässliche Ordnungshüter ein. In Pasching, das bis dahin über keine Polizei verfügte, wurde am 1. Jänner 1919 ein Gendarmeriepostenkommando errichtet, zum ersten Ortskommandanten wurde Revierinspektor Ignaz Huemer ernannt.
1. Jänner 1919
Pasching erhielt einen eigenen Gendarmerieposten. Das Wachzimmer wurde im Haus der Theresia Ertl (ehem. Macherhammer) in Pasching Nr. 80 (heute Hörschinger Straße Nr. 9) untergebracht. Es wurde zunächst mit zwei Mann besetzt: dem Patrouillenführer Franz Oberhell und dem aus Roitham stammenden Postenkommandanten Ignaz Huemer. Ihr zuständiger Rayon umfasste die Gemeindegebiete von Kirchberg-Thening und Pasching. Im Februar 1919 kamen für zwei Monate die Probegendarmen Karl Kollermayr und Franz Achatz dazu. Anfang der 1920er-Jahre hatte sich der Stand auf fünf Mann eingependelt, den Postenkommandanten Huemer und die Patrouillenführer Franz Rech (1919–1928), Ferdinand Schmid (1919–1928), Josef Wiesinger (1919–1930) und Anton Andorfer (1920–1924).
28. April 1918
Stadlbrand beim Riemergut (Pasching Nr. 16)