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Pasching-Chronik: Das Gestern ist bereits Geschichte!

In der heutigen schnellebigen Zeit entsteht trotz der medialen Möglichkeiten oft ein Dokumentationsschwund und es geht Wissen verloren das für künftige Forschungen wertvoll sein könnte. Deswegen entschloss sich die Gemeinde Pasching nachdem ein umfassendes Heimatbuch erschien, eine Weiterführung einer digitalen Chronik. Denn was heute passiert ist morgen bereits Geschichte.
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geschichte@pasching.at

1. Dezember 1932
Verhaftung des 22-jährigen Maurergehilfen Adam Kirchmayr, wohnhaft m Kühzagllehnerhaus (Pasching Nr. 21, Machafriedstraße 7). Er gestand die Brandstiftung beim Macherfriedgut und gab als Grund seine lange Arbeitslosigkeit und die ihn belastende Alimentationsverpflichtung für sein zweijähriges Kind an. Bei dem zuvor abgebrannten Dorngut habe er beim Wiederaufbau mehrere Wochen Arbeit gefunden. Bei dem Neubau des kurz darauf abgebrannten Zeilmayrgutes sei er jedoch zu spät gekommen und wurde nicht eingestellt. Da ihm nur mehr eine Arbeitszeit von vier Wochen fehlte, bis er den Anspruch auf die volle Arbeitslosenunterstützung erlangt hätte, kam ihm der Gedanke zur Brandlegung beim Macherfriedgut: Er hoffte, beim Neubau des Bauernhauses wieder Arbeit zu finden. Eine Verantwortung an den früheren Bränden in Pasching gestand er jedoch nicht ein. Am 10. Mai 1933 wurde Kirchmayr vom Schwurgericht in Linz zu vier Jahren schweren Kerker verurteilt, aber bereits am 7. Jänner 1935 bedingt aus der Strafanstalt Garsten entlassen.
10. Oktober 1932
Um 13 Uhr brannte das Baumgartnergut in Thurnharting von Franz und Anna Mayr. Das Feuer wurde in einer Holzhütte gelegt. Der Brand griff schnell auf den Wohn- und Wirtschaftstrakt des Hofes über. Neben der letzten Ernte und den landwirtschaftlichen Geräten verbrannten mehrere Schweine und eine Ziege. Fast vergeblich kämpften acht Feuerwehren gegen die Flammen – aufgrund des Wassermangels konnten auch hier nur einige der Spritzen eingesetzt werden.
3. September 1932
Um 8:45 Uhr brach in Thurnharting am Humergut der Theresia Boxhofer ein Brand aus. Innerhalb kürzester Zeit stand der strohgedeckte Wirtschaftstrakt in Flammen. Während ein Übergreifen auf das Wohngebäude verhindert werden konnte, wurde die gesamte erst vor wenigen Wochen eingebrachte Getreideernte vernichtet.
1932
Gründung der Sozialistische Arbeiterjugend Musikkapelle Pasching
1932
In der Gemeinde Pasching werden für die Hausnummererierung die ersten Emailschilder angebracht.
November 1931
Aus der frühere Dilettantengesellschaft entstand der Dilettantenverein Pasching, die erste Aufführung „Der Gmoalump“ fand am 8. November 1931 im Saal des Gasthauses Brunhuber (später Gleiss) statt. Der Verein wurde mit ihren beliebten Theateraufführungen zum Fixpunkt im Ort.
1931
Um berufliche Perspektiven zu bieten, wurde am Pfanzaglgut (Wagram 3), das die Stadtgemeinde Linz gekauft hatte, ein Arbeitsdienstlager für 16- bis 18-jährige Mädchen eröffnet, es diente als eine Art Haushaltsschule für Mädchen aus Linzer Armenvierteln.
20. Juli 1930
Gründung der Liedertafel Pasching, erster Obmann wurde der Oberlehrer Oberthaler.
1930
Gründung des katholischen Vereine „Frohe Jugend“, mit Obmann Johann Lehner vom Schreinergut. Der Verein spielte eine wichtige Rolle im Kulturleben des Ortes.
1930
Der Landwirt Fritz Feitzlmayr vom Zeilmayrgut (Aistenthal 9) wird für die nächsten 15 Jahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Pasching.
4. Juli 1929
Um 18 Uhr richtete ein gewaltiger Sturm ungeheuren Schaden an. Den ganzen Tag über war es drückend schwül, dann rückten immer schneller gelbe Wolken heran, begleitet von ein paar Blitzen und kurzen Regenfällen. Eine Viertelstunde lang wütete der Sturm, brach Bäume entzwei und schleuderte sie fort. Ein Baum fiel auf das Dach des Hauses von Kaspar Brandl in Pasching Nr. 11 (Johann-Lehner-Straße 7), das dabei schwer beschädigt wurde. In Wagram Nr. 28 (Harrerweg) wurde der Stadel des Matthias Harrer geradezu umgeworfen, beim Nachbarhaus des Josef Ditz (Wagram Nr. 27, Dr. Karl Renner-Straße 28) wurden ca. 80 m2 Dachfläche samt Dachlatten abgehoben.