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Pasching-Chronik: Das Gestern ist bereits Geschichte!

In der heutigen schnellebigen Zeit entsteht trotz der medialen Möglichkeiten oft ein Dokumentationsschwund und es geht Wissen verloren das für künftige Forschungen wertvoll sein könnte. Deswegen entschloss sich die Gemeinde Pasching nachdem ein umfassendes Heimatbuch erschien, eine Weiterführung einer digitalen Chronik. Denn was heute passiert ist morgen bereits Geschichte.
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geschichte@pasching.at

3. Mai 1938
Auch in Pasching werden alle Funktionäre ausgewechselt und auf „NS-Schiene“ gebracht werden.
10. April 1938
„Volksabstimmung“ über den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich. Das Ergebnis fiel in der Gemeinde Pasching zu hundert Prozent aus. Es gab keine einzige Gegenstimme. Kein Wunder- Gegenpropaganda war nicht möglich. Zustimmung und Begeisterung, aber auch Verhaftungen, Einschüchterungen, Versprechungen und die Einschränkung des Wahlgeheimnisses mit Überwachung von SS-Männern trügen für eine 100% zur Abstimmung bei.
13. März 1938
Der Gendarmerieposten Pasching erhieltneue Anweisungen, die auch gleich klarmachten, wer neuerdings das Sagen im Ort hat: „Es erschien ein bekannter Paschinger Bauer, der SS-Mann war, und erklärte, dass von nun ab die Exekutive unter seiner Leitung den Dienst zu verrichten hat.“
12. März 1938
In den frühen Morgenstunden überschritten Wehrmachtseinheiten die deutsch-österreichische Grenze, gegen Mittag wurden sie in Linz von einer jubelnden Menge empfangen. In Pasching wurden etwa 260 Mann und ca. 200 Pferde einquartiert.
12. März 1938
Der Tischlermeister Adam Mittermayr (Pasching 87) wird bis 31. Dezember 1938 Bürgermeister von Pasching.
Jänner 1938
Gründung von zwei Gruppen der staatlichen Jugend „Österreichisches Jungvolk“ (Ö. J. V.), je eine für Knaben und für Mädchen. Die Führung der 19 Knaben in Pasching übernahm Lehrer Böhm, die Führung der 36 Mädchen Hilde Freudenthaler, die Tochter des Oberlehrers.
1936
Durch den Zusammenschluss der Feuerwehrmusikkapelle und der Frontkämpferkapelle entstand der heutige „Musikverein Pasching“. Hans Kirchmayr vom Zaglgut war ihr erster Obmann, Altbürgermeister Rudolf Feitzlmayr sein Stellvertreter.
12. April 1935
Raubüberfall auf das Postamt in Pasching. Bereits sechs Tage später konnten die beiden Täter verhaftet werden. Es handelte sich um die mehrfach vorbestraften Schwerverbrecher Johann Leitenmüller aus St. Martin i. M. und Johann Pichler aus Luftenberg.
1935
Gründung der eine Ortsgruppe Pasching der Heimwehr, sie war 17 Mann stark und stand unter der Führung des Gutsbesitzers Karl Fischer. Im selben Jahr formierte sich auch eine Ortsgruppe des Freiheitsbundes, die 30 Mitglieder zählte und von dem Eisenbahner Neustifter angeführt wurde. Der Freiheitsbund war ein Wehrverband der christlichen Gewerkschafter, er war 1927 zum Schutz gegen Angriffe durch Sozialdemokraten gegründet worden.
12. Juni 1934
Immer mehr kam es in der Paschinger Umgebung zu Anschlägen durch illegale Nazis. Da die Gendarmerie hier auf verlorenem Posten stand, wurden sechs „Schukoleute“ des Starhemberg-Jäger-Bataillons Nr. 14 aus Enns nach Pasching verlegt. Sie waren im Gasthof Emhofer und später beim Gastwirt Brunhuber untergebracht. Ihre wichtigste Aufgabe war die ständige Überwachung der Bahngleise.
Juni 1934
Auf Initiative des Pfarrers Anton Grubauer erfolgte die Gründung der Ortsgruppe Pasching des Reichsbundes der katholischen Jugend – ihr Name lautete offiziell „Katholische Jungmannschaft Einigkeit“.
März 1934
Gründung der Ortsgruppe Pasching der Vaterländischen Front. Insgesamt 375 Paschinger traten ihr bei. Auch etliche Sozialdemokraten wechselten die Seiten.
12. Februar 1934
Im Zuge der Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern des Republikanischen Schutzbundes und der Exekutive in Linz, kam es auch in Pasching zu Verhaftungen. Um 1 Uhr früh am 13. Februar 1934 wurden drei sozialdemokratische Führer und zwei Kommunisten verhafteten und „auftragsgemäß“ in das Landesgericht Linz einlieferten. Unter ihnen befanden sich Bürgermeister Stefan Niedermayr, sein Sohn Max und der Obmann des Ortsschulrates, der Kaufmann Alois Glaser. Erst am 21. Februar 1934 wurde die strenge Bereitschaft in Pasching aufgehoben. Die kommissarische Leitung der Gemeinde übernahm der Christlichsoziale Franz Weinberger vom Baumgartnergut, der später auch zum Bürgermeister ernannt wurde. Es folgte auch die Auflösung der Sozialdemokratischen Partei und der sozialistischenVereine.
12. Februar 1934
Der Landwirt Franz Weinberger vom Bruckmayrgut (Pasching 53) wird für die nächsten 4 Jahre Bürgermeister von Pasching.
1933
Gründung der landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft, die von den Gemeinden Hörsching, Pasching und Traun gebildet wurde, eine Interessensgemeinschaft der Bauern, ihr Obmann war Johann Lehner.